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Werk ohne Autor

Werk ohne Autor
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Di, 27.10.2026 | 22:55 - 01:50

Thriller (D,I,USA 2018)

In den 1950er Jahren der DDR verliebt sich der junge hochtalentierte Maler Kurt Barnert in die Kunststudentin Ellie. Was er nicht weiß: Ihr Vater lebt wegen seiner NS-Verbrechen unter falschem Namen in der DDR, und seine dunkle Vergangenheit ist eng mit Kurts eigener Familiengeschichte verknüpft. Nach der Flucht in die BRD sucht Kurt als Künstler nach seinem eigenen Ausdruck. Ohne es zu wissen, schafft er ein Gemälde, das eine unentdeckte Verbindung zwischen Täter und Opfer herstellt. Die DDR in den 1950er Jahren: Der hochtalentierte Maler Kurt Barnert (Tom Schilling) ist auf dem Weg, ein bedeutender Künstler des Sozialistischen Realismus zu werden. An der Dresdener Kunstakademie lernt er die begabte Modestudentin Ellie (Paula Beer) kennen. Für beide ist es Liebe auf den ersten Blick – und schon bald zieht Kurt als Untermieter in die großbürgerliche Villa von Ellies Familie ein. Dass ihr Vater, der angesehene Frauenarzt Professor Seeband (Sebastian Koch), wegen seiner NS-Verbrechen unter falschem Namen in dem Arbeiter- und Bauernstaat untertauchen musste, ahnt Kurt nicht. Genauso wenig weiß er, dass sich ihre Lebenslinien schon einmal gekreuzt haben: Sein opportunistischer Schwiegervater in spe ist verantwortlich für den Tod von Kurts geliebter Tante (Saskia Rosendahl), die im Dritten Reich ein Opfer der Euthanasie wurde. Die Erinnerung an die lebenslustige und kunstbegeisterte Verwandte begleitet Kurt sein ganzes Leben. Als er – inzwischen mit Ellie in die BRD geflüchtet – in den 1960ern an der Düsseldorfer Akademie studiert, beginnt Kurt unbewusst, seine Biografie zu verarbeiten. Ohne es zu wissen, schafft er ein ungewöhnliches Gemälde, das eine unentdeckte Verbindung zwischen Täter und Opfer herstellt. Es ist für ihn die Befreiung aus einer tiefen Schaffenskrise und der Anfang, seinen eigenen Ausdruck zu finden. Oscar-Preisträger Florian Henckel von Donnersmarck erzählt in "Werk ohne Autor" eine beeindruckende Künstlerbiografie vor dem Hintergrund deutscher Geschichte des 20. Jahrhunderts. Die Verbrechen des Dritten Reiches, das sozialistische Kulturverständnis der DDR und der Aufbruch der BRD-Kunstszene in den 1960er Jahren bilden Bezugspunkte auf dem Weg eines jungen Malers, seinen eigenen künstlerischen Ausdruck zu finden. In der Hauptrolle zeigt der vielfach ausgezeichnete Tom Schilling eine grandiose Schauspielleistung. An seiner Seite sind unter anderem Paula Beer und Sebastian Koch zu sehen. Bei der Oscar-Verleihung ging das virtuos gefilmte Biopic nicht nur als Bester fremdsprachiger Film, sondern auch in der Kategorie Beste Kamera ins Rennen.

Darsteller
Alter
  • FSK 12

Wertung

Wertung
Spannung
Tiefe