Westart
Kultur (D 2026)
Westart live vom Eröffnungsfest der Kölner Bühnen Mit einem großen Fest eröffnen in Köln das Opernhaus und das Schauspielhaus. 14 Jahre war das Ensemble aus den 1950er Jahren am Offenbachplatz in der Innenstadt eine Baustelle, wurde aufwendig saniert. Dabei wurde der Originalzustand wiederhergestellt, so wie es der Architekt Wilhelm Riphahn in der Nachkriegszeit ersonnen hatte: Als festliche Gebäude für die darstellende Kunst, die radikal mit tradierten Sehgewohnheiten brachen und ganz demokratisch einen Zugang zur Kultur für alle ermöglichten. Doch es wurde nicht nur renoviert, sondern auch viel neu gebaut. So wurde unter dem Dirk-Bach-Platz eine eigene Kinderoper errichtet, eine goldene Schatzkiste, die neben Musiktheater für die Kleinsten auch Kammeropern beheimaten wird. Westart-Moderatorin Siham El-Maimouni meldet sich live vom Eröffnungsfest und spricht dort mit der Mezzosopranistin Dalia Schaechter, die seit 30 Jahren im Kölner Ensemble ist, mit dem Künstler Merlin Bauer, der sich für eine Sanierung und gegen den Abriss des Schauspielhauses einsetzte, sowie mit Brigitta Gillessen, die seit 2014 die Kölner Kinderoper leitet. Auch die weiteren Beiträge der Sendung drehen sich ganz um die Wiedereröffnung der Bühnen Köln: Diese Farben! Ein Blick in Oper und Schauspielhaus Thilo Jung lässt sich von Opernintendanten Hein Mulders durch die Oper führen und besucht mit dem Intendanten des Schauspiels, Kay Voges, das Schauspielhaus. Neben einer Bühnentechnik mit neuen Möglichkeiten und größerer Barrierearmut beeindrucken beide Gebäude mit ihrer schlichten Eleganz und mit dem wiederhergestellten originalen Farbkonzept. So gibt das Publikum in der Oper künftig Jacken und Mäntel an einer Garderobe mit leuchtend blauer Rückwand ab, an der die Metallhaken wie Skulpturen wirken und der beliebte Erfrischungsraum im Schauspielhaus strahlt in zartem Gelb. Jetzt aber wirklich! Der Umzug vom Interim an den Offenbachplatz Die Oper Köln kehrt zurück in den Bau von Wilhelm Riphahn: raus aus Interim auf der anderen Rheinseite zurück ins Zentrum der Stadt. Eine Fernsehdokumentation begleitet Sängerinnen und Sänger, Chor, Gürzenich-Orchester, Kostüm, Bühnenbild und Bühnentechnik beim Umzug bis kurz vor die Premiere von Richard Strauss' "Der Rosenkavalier" im frisch renovierten Haus. Sie erzählt dabei von Aufwand, Komplikationen aber auch von Hoffnungen und Enttäuschungen – und von der Frage, was ein Ort mit den Menschen macht, die dort arbeiten. Nicht mit uns! Der Protest gegen den Abriss des Schauspielhauses Ursprünglich sollte nur das Opernhaus saniert werden, für das nebenan liegende Schauspielhaus war ein Abriss geplant, der Wettbewerb für den Neubau an gleicher Stelle bereits entschieden. Nach Unklarheiten um die Kosten formierte sich um die damalige Schauspiel-Intendantin Karin Beier die Initiative "Mut zur Kultur", die sich vehement für den Erhalt und die Sanierung des Schauspielhauses von Wilhelm Riphahn aus dem Jahr 1962 einsetzte. Mit Veranstaltungen, Demonstrationen und einem Karnevalswagen waren sie letztendlich erfolgreich: Das Schauspielhaus wurde nicht abgerissen, sondern wird jetzt wiedereröffnet. Viel zu teuer! Sanierungsdrama letzter Akt Geplant war eine Wiedereröffnung von Oper und Schauspielhaus schon 2015, diverse Male wurde sie – teilweise sehr kurzfristig – verschoben. Die Gesamtkosten werden am Ende wohl bei 1,5 Milliarden Euro liegen, ursprünglich geplant waren Baukosten von 253 Millionen Euro. Doch wer ist verantwortlich für Kostensteigerung und Bauzeitverzögerung? Eine Dokumentation aus der Sendereihe "Die Story" zeigt auf, wie es zu dem Bauskandal kommen konnte.
- Westart live vom Eröffnungsfest der Kölner Bühnen.
- Diese Farben! Ein Blick in Oper und Schauspielhaus.
- Jetzt aber wirklich! Der Umzug vom Interim an den Offenbachplatz.
- Nicht mit uns! Der Protest gegen den Abriss des Schauspielhauses.
- Viel zu teuer! Sanierungsdrama letzter Akt.

