Anton Bruckner: Symphonie Nr. 6
Klassische Musik (F 2024)
2024 jährt sich der Geburtstag von Anton Bruckner (1824-1896) zum 200. Mal. Lange wird seine Musik vor allem von deutschsprachigen Ensembles und Dirigenten aufgeführt, heute gehören seine elf langen und kraftvollen Symphonien zum festen Repertoire internationaler Orchester. Klangkathedralen gleich, nutzen Bruckners Symphonien die Kunst der musikalischen Gegenstimme, den Kontrapunkt: wenige Soli, dafür große melodische Linien, die einander von Instrument zu Instrument antworten. Der Komponist lässt die Orchestermaschine auf Hochtouren laufen, kein Instrument wird außer Acht gelassen. Nicht zuletzt aus diesem Grund spielen Dirigenten und Orchester seine Musik so gern. Gastdirigentin des Orchestre Philharmonique de Radio France ist die litauische Dirigentin Mirga Gražinytė-Tyla. Die Musikerin hat bereits eine wahre "Mirgamanie" ausgelöst. Im ersten Teil des Konzerts erklingt die Vertonung von Psalm 150 für gemischten Chor, Sopransolistin Mary Elizabeth Williams und Orchester. Das Werk erinnert daran, dass Bruckner seine ersten Erfolge mit Kirchenmusik feiert, bevor er sich der weltlichen Musik zuwendet. Es folgt die 6. Symphonie, die der Komponist selbst seine "keckste" nennt. Die Dirigentin lässt darin den bedeutenden Symphoniker und Orchesterarchitekten hervortreten. Indem sie jedes Instrument aufmerksam einbezieht, baut Gražinytė-Tyla zusammen mit den Musikerinnen und Musikern eine ebenso moderne wie vielfältige Klangwelt.
