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BA3
Fr, 09.01.2026 | 04:55 - 05:45

Vermischtes (D 2026)

Anschläge auf Stromversorgung – Blackout auch in Bayern? Nach einem Brandanschlag auf eine Kabelbrücke mussten Tausende Menschen in Berlin tagelang bei klirrender Kälte ohne Strom ausharren. Viele hat überrascht, wie verwundbar die Infrastruktur ist. Auch in Bayern gab es schon große Stromausfälle. Etwa 2022 in Moosburg an der Isar: Nach einem Unwetter hatten 20.000 Menschen acht Stunden keinen Strom, die Gemeinde musste den Katastrophenfall ausrufen. Für wirksamen Schutz braucht es ein bundesweites Konzept, meinen Experten, an dem entsprechenden Dachgesetz wird jedoch schon seit drei Jahren gearbeitet. / Cash lonely? Immer weniger Geldautomaten auf dem Land: Weiterhin werden in Bayern viele Geldautomaten gesprengt. Zwar gibt es Möglichkeiten die Geldautomaten sicherer zu machen, doch die sind teuer. Vor allem deshalb bauen Banken Geldautomaten besonders auf dem Land lieber ab und betonen, dass digitale Bezahlmethoden ohnehin auf dem Vormarsch sind. Auch im schwäbischen Altstädten wurde der einzige Geldautomat abgebaut, obwohl Bürger über 600 Unterschriften für den Erhalt des Automaten gesammelt haben. Wer kein Auto hat und auch nicht digital zahlen kann oder will, hat nun ein Problem. / Baurecht vs. Wohnungsnot: Ist der Rückbau von Häusern nötig? Die rund 300 Bewohner der Siedlung "Sonneck" im Landkreis Aschaffenburg bangen um ihr Zuhause. Der Bebauungsplan sah in den 80ern Wochenendhäuser vor, doch über Jahrzehnte wurde geduldet, dass Menschen dort auch Erstwohnsitze anmeldeten – schließlich kümmerten sie sich auch eigenständig um die Infrastruktur. Auch die Baubehörde im Landratsamt schien großzügig mit Amnestien etwa für kleine Anbauten. Doch in den letzten Jahren machte das Landratsamt eine Kehrtwende und verschickte Rückbaubescheide. Die Bewohner kämpfen dagegen, denn in vielen Fällen würden die Rückbauten die Häuser unbewohnbar machen. Ist so ein striktes Vorgehen in Zeiten großer Wohnungsnot angebracht? / Spritz-Storm? Bayern streitet genüsslich über die Butterbreze: Ein Bäcker im oberbayerischen Prien wagt es: Er schneidet die Breze nicht auf und beschmiert sie mit Butter, sondern spritzt die Butter mit einer Maschine in die Breze. Seit der Bäcker davon auch noch ein Video auf Instagram gestellt hat, ist ein wilder Streit entbrannt, der ganz Bayern erfasst. Darf man so etwas mit der traditionellen Butterbreze tun? Und dann nennt der Bäcker im Chiemgau seine Breze auch noch Brezel, wie in Schwaben üblich. Ein Frontalangriff auf die bayerische Esskultur? / Im Stich gelassen? Keine Schulbegleitung für krankes Kind: Der siebenjährige Neven aus Beratzhausen leidet an regelmäßigen Krampfanfällen mit minutenlangem Atemstillstand. Ein Schulbesuch ist nur möglich, wenn ihn ein Intensivpflegedienst begleitet und im Notfall beatmet. Doch nach einer Gesetzesänderung übernimmt die Krankenkasse die Kosten nicht mehr. Seither begleitet Nevens Mutter, selbst ausgebildete Krankenschwester, ihren Sohn täglich zur Förderschule. Zusätzlich versorgt sie zu Hause zwei weitere Kinder und arbeitet an den Wochenenden. Wie lange sie diese Versorgungslücke noch auffangen kann, ist offen.

Thema
  • Anschläge auf Stromversorgung – Blackout auch in Bayern?.
  • Cash lonely? Immer weniger Geldautomaten auf dem Land.
  • Baurecht vs. Wohnungsnot: Ist der Rückbau von Häusern nötig?.
  • Spritz-Storm? Bayern streitet genüsslich über die Butterbreze.
  • Im Stich gelassen? Keine Schulbegleitung für krankes Kind.
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