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ART
Di, 25.03.2025 | 03:00 - 03:50

Tagesgeschehen (F 2025)

Die Schriftstellerin Lola Lafon setzt sich mit den aktuellen Ereignissen auseinander Sie wechselt zwischen dem "Ich" und dem "Wir" in einem Schreibstil, der sich wie gewohnt durch eine ausgeprägte Vorliebe für Rhythmus auszeichnet: Mit ihrem jüngsten Buch legt die Schriftstellerin Lola Lafon ein weiteres Werk in dem Stil und zur Thematik des gesellschaftlichen Engagements vor, mit dem sie sich einen Namen gemacht hat. In "Il n'a jamais été trop tard" (Stock-Verlag) sind ihre von 2023 bis 2024 in der französischen Tageszeitung "Libération" erschienenen Artikel zusammengefasst und um "eine persönlichere Erzählung" der Autorin ergänzt. Der Titel ist eine Ode an das gesellschaftliche Engagement, entstanden aus einem Satz, den sie an einer Wand im Pariser Marais-Viertel gelesen hat und der sie berührte: It was never too late. "Die Überzeugung, dass es nie zu spät war und dass es noch Dinge zu tun gibt, zwingt einen, in Bewegung zu bleiben", erklärt sie. Deutschland erhöht Verteidigungsausgaben massiv: eine Chance für Europa? Der Bundestag hat am 18. März für einen vom künftigen Bundeskanzler Friedrich Merz vorgeschlagenen massiven Investitionsplan für die Verteidigung gestimmt. Dieser als "Bazooka" bezeichnete Plan sieht Investitionen in Höhe von schätzungsweise 1000 bis 1500 Milliarden Euro für die Wiederbewaffnung und Modernisierung Deutschlands im kommenden Jahrzehnt vor. Zur Rechtfertigung seines Plans erinnerte der künftige deutsche Regierungschef in einer Rede vor dem Bundestag daran, dass Russland einen "Krieg gegen Europa und nicht nur einen Krieg gegen die territoriale Integrität der Ukraine" führe. Um die Umsetzung dieses Plans zu ermöglichen, muss jedoch die in der Verfassung verankerte Regelung der Schuldenbremse, die das jährliche Haushaltsdefizit auf 0,35 % des BIP begrenzt, gelockert werden. Hintergrund für die Verabschiedung des Textes ist der Rückzug der USA aus der transatlantischen Beziehung. Berlin verfügt nicht über die Atomwaffe und hat zur Gewährleistung seiner Verteidigung seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs immer auf die Unterstützung durch Washington gesetzt. Kann dieser massive Investitionsplan Deutschland wieder zu einer führenden Rolle in Europa verhelfen, wie es sich Friedrich Merz erhofft? Das ungarische Parlament hat ein Gesetz zum Verbot der Pride-Parade verabschiedet – eine weitere Maßnahme zur Einschränkung der Rechte von LGBTQIA+-Personen. Zu diesem Anlass erzählt Xavier Mauduit von der Herkunft des Begriffs "Homosexualität", der im 19. Jahrhundert von einem Ungarn geprägt wurde; und Marie Bonnisseau berichtet über das 900 Jahre alte Buch der "Papstweissagung", das im Vatikan aufbewahrt wird und den Weltuntergang für 2027 voraussagt. Demnach könnte Papst Franziskus der letzte Papst sein.

Thema
  • Lola Lafon.
  • Deutschland erhöht Verteidigungsausgaben massiv (19.03.2025).
Moderation
Alter
  • FSK o.A.